Garten im Frühling

Woche im Zeichen des Gartens

Nun sind zum Glück auch die Eisheiligen vorbei und die heiße Phase der Frühjahrsbestellung kann endlich losgehen. Begonnen hatte sie ja – wenigstens bei uns – bereits im letzten Jahr mit der Gewinnung des (eigenen) Saatguts zum Heranziehen der Jungpflanzen. Das wiederum wurde fleißig aus den selbst gezüchteten Tomaten, Salatgurken, Busch- und Stangenbohnen sowie einer Vielzahl von Kräutern erst langsam getrocknet und danach über Winter bei 15 bis 20 Grad Celsius in lichtundurchlässigen Behältern aufbewahrt. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt und war die entscheidende Voraussetzung für ausgezeichnete Erträge, jedenfalls bei den Pflanzen, die bei uns aufgrund der gegebenen Bodenverhältnisse gut wachsen und gedeihen.

Es geht wieder los mit der Gartenarbeit

Und klar: Es ist nicht nur finanziell bedeutend günstiger, seine Pflanzen für die neue Gartensaison selbst aufzuziehen, es macht auch riesigen Spaß, wenn man täglich sieht, wie sich die kleinen Sprösslinge so entwickeln. Im März wurden zunächst unsere Mini-Gewächshäuser mit den verschiedensten Sämereien befüllt. Benutzt wurde ein Gemisch aus Mutterboden, Blumenerde und ca. 15 Prozent feinkörniger Kies. In den stabilen Becher (mit relativ fest verschließbaren und durchlöcherten Deckeln) waren ursprünglich Minitomaten, wie man sie in den einschlägigen Supermärkten zu kaufen bekommt. Als Standort für die ersten Wochen wurden sämtliche verfügbaren Fensterbänke, die sich in Heizungsnähe befinden, umfunktioniert. Mäßig gießen, noch besser vorsichtig sprühen war jetzt angesagt und ein wenig Geduld.

Die Saat bei den Harzfeuer-Tomatensamen ist gut aufgegangen. Mäßig gießen, eine gute Portion Sonnenlicht am Tage und Wohlfühltemperaturen um die 23° waren Voraussetzung.

Vier bis sechs Wochen später konnten die Pflänzchen bereits umquartiert werden und es ging raus in die Natur. Da im April und Mai draußen teilweise doch schon erträgliche Tagestemperaturen herrschten, kamen sie behütet an einen sonnigen Platz unter einem geschützten und überdachten Hausvorbau bzw. in einen an der Wand angebrachten Küchenschrank, dessen Türen bei wärmender Mittagssonne stundenweise geöffnet wurden.

Ein umfunktioniertes Glasoberteil aus einer alten Küche tut es auch, wenn draußen der Platz für ein Frühbeet oder Folienzelt fehlt.

Aufgrund der hier im Norden etwas komplizierten Witterungsbedingungen (kühl & feucht) war der Wachstumsprozess der Jungpflanzen zwar etwas zögerlich. Aber bei 70 bis 80 Prozent lag die Erfolgsquote dann schließlich doch noch und was letztlich bei den Erträgen herauskommt, muss man natürlich noch einige Monate abwarten. Ein großer Teil der selbst gezogenen Jungpflanzen befindet sich bereits im Freiland bzw. auf den extra dafür angelegten Komposthaufen und ist ausgezeichnet angewachsen. Aber schaut es Euch auf unseren Fotos einfach mal selbst an.

Das sind selbst aufgezogene Paprikapflanzen, die (mit Zellstoff-Vlies zum Schutz gegen Kälte) auf dem Komposthaufen eingepflanzt wurden.

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