Heilkräuter

Der vergessene Alant

Alant im Bauerngarten

Der ursprünglich aus China stammende Alant war früher in fast jedem Bauerngarten ansässig. Der botanische Name des Alant lautet Inula helenium. Weitreichend ist dieser fast vergessene Alant in den Gebirgen noch anzutreffen. Keiner weiß jedoch, was diese Pflanze für wichtige Heilkräfte in sich trägt. In manchen Regionen wird er angebaut, ansonsten erholt er sich an den Gebirgsstreifen oder am Wegesrand. Es wäre schön, wenn sich der Alant zukünftig wieder in jedem Garten zu Hause fühlen könnte.

Die Heilpflanze Alant

Die Heilpflanze Alant, oder auch Iluna helenium, stammt aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler. Sie hat eine Wuchshöhe bis zu zwei Metern je nach Region und Klimaeinwirkungen. Wunderschön erstrahlt die Blüte in einem sonnigen Gelb. Diese mehrjährige Pflanze besitzt sehr lange Blätter, die an der Unterseite mit Filzhaaren bedeckt sind. Wer auf der Suche nach Wirkstoffen ist, wird sie im Alant finden. Der vergessene Alant hat einen sehr nahrhaften, starken Wurzelstock, der aromatisch riecht und einen fruchtzuckerhaltigen Geschmack vermittelt. Gesammelt werden neben den Blättern die heilwirkenden Wurzeln von September bis November und dann noch einmal von März bis April. Inula helenium war als Heilpflanze bereits in der Antike sehr begehrt. Hildegard von Bingen hat die Heilpflanze Alant zu ihren Zeiten gerne in der „Kräuterküche“ angewandt.

Welche Wirkstoffe hat der Alant?

Oftmals wurde der vergessene Alant von Botanikern unter die Lupe genommen. Wissenschaftler fanden heraus, dass in der Inula helenium neben Inulin auch ätherische Öle angesiedelt sind. Das ist noch längst nicht alles, denn die Wirkstoffe des Alants sind vielversprechend und reichhaltig. So befinden sich in dieser krautigen Pflanze Kampfer, Alantsäure, Bitterstoffe, Harze, Pektin, Helenin, Wachs, Azulen, Sterole, Beta-Sitosterol, Alantolacton und viele andere Wirkstoffe. Diese Wirkstoffkombination des vergessenen Alants hat eine hohe Heilkraft bei verschiedenen Krankheiten. Sie reinigt das Blut, wirkt antiseptisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Darüber hinaus sollte keineswegs vergessen werden, dass der Alant auch harntreibend, krampflösend, schweißtreibend, schleimlösend, stoffwechselanregend und verdauungsfördernde Eigenschaften beinhaltet. Nicht nur in der Schulmedizin, sondern auch in der Homöopathie können Patienten von dieser vielfältigen Wirkung des Alants profitieren.

Welche Krankheiten mit Alant gelindert oder geheilt werden können

Infolge der hohen Wirksamkeit ihrer Inhaltsstoffe könnten viele Erkrankungen mit Alant gelindert oder geheilt werden. Dazu gehören in erster Linie die Atemwegserkrankungen. Selbst bei Menstruationsbeschwerden weiß die Homöopathie mit der Inula helenium einen Rat. Appetitlosigkeit und Blähungen gehören genauso wie Durchfall, Ekzeme und Flechten zum weiteren Repertoire der Heilung. Dessen nicht genug wird Alant auch bei Blutarmut, Angina und Geschwüren angewandt. Hat der Patient vielleicht ein Gallenleiden, ist der Alant-Tee recht wirksam. Hautleiden, Rippenfellentzündungen, Muskelzuckungen oder Wechseljahresbeschwerden stehen weiterhin auf der Tagesordnung der heilenden Kräfte einer längst vergessenen Inula helenium. Um verschiedene Krankheiten zu lindern oder gar zu heilen, werden aus Alant Tee´s zubereitet, Tinkturen gefertigt oder homöopathische Mittel angewandt. Daneben spielen Kräuterweine und Salben eine ebenso bedeutende Rolle. Diese krautige Pflanze Inula helenium sollte wieder in die Öffentlichkeit geraten. Sie ist nicht nur sehr schön anzusehen, sondern sehr wirkungsvoll.

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