Garten im Herbst

Der Zier- und Nutzgarten im Herbst

Wer leidenschaftlich gärtnert, hat auch im Herbst eine Menge im Zier- und Nutzgarten zu tun. Neben der Vorbereitung der Beete für die Frühlingszeit sind Düngen, Laub harken und Kompostieren angesagte Gartenaufgaben bis Mitte November, bevor der Frost den Boden bedeckt. Sieht zunächst einfach aus, macht aber auch Arbeit, sowohl für den Zier- als auch Nutzgarten. Wir haben uns als Hobby-Gärtner von Profis nützliche Ratschläge geben lassen, die wir gerne weiterleiten.

Die perfekte Jahreszeit zum Aufräumen und Vorsorgen

Der Herbst ist in der Tat eine perfekte Jahreszeit zum Aufräumen und Vorsorgen im Zier- und Nutzgarten. Hecken und Sträucher brauchen einen starken Rückschnitt. Wegen des Vogelschutzes ist der radikale Rückschnitt von März bis September verboten. Auch für die Nachpflanzung von Sträuchern und Bäumen ist der Herbst im Zier- und Nutzgarten bedeutungsvoll. Empfindliche Arten werden mit Reisig geschmückt. Stauden können geteilt und gepflanzt werden bis Mitte November. Auch die zweijährigen Pflanzen sollten ihren tollen Platz im Garten erhalten. Wer neue Bäume und Sträucher setzen möchte, sollte es nach dem Laubfall tun. Auf dem Rasen und auf den Beeten liegt nun genügend Laub. Vom Rasen müssen die Laubblätter abgeharkt werden, sonst bekommt er nicht genügend Luft. Laub, was auf den Beeten liegt, kann umgegraben werden. Vorsorgen mit Laub ist eine Alternative, denn hier sind wichtige Nährstoffe enthalten, die dem Boden gut tun. Schwer verrottbares Laub oder das Geschnittene aus dem Rückschnitt der Hecken und Sträucher gehört in den Schredder.

Kohl- und Obstgehölze im Nutzgarten

Einige Hobby-Gärtner haben Wirsing und Grünkohl im Garten. Kohlarten ansich sind sehr gut verträglich und vor allem gesund. Diese Kohlpflanzen vertragen viel Frost. Bis 10 Grad Minus ist alles okay. Mit dem Umgraben sollten die Hobby-Gärtner allerdings bis zum Frosteinbruch warten. Wer früher bereits beginnt, kann mit einer vielfältigen Schneckenplage rechnen. Schnecken finden in den groben Bodenschollen, die durch das Umgraben entstehen, viel Platz zum Eier ablegen. Das kann für die Kohlpflanzen und Obstgehölze dann richtig bitter im nächsten Jahr werden. Wer im Folgejahr Kohl im eigenen Garten ziehen will, kann jetzt im Herbst mit dem Düngen beginnen. Kohlsorten mögen es und profitieren von ihrem gedüngten Beet. Kompost ist übrigens der ideale Alleskönner beim Umgraben für ein Kohlbeet für das nächste Jahr. Der Ertrag wird dann sehr ergiebig sein. Obstgehölze werden auch im Herbst gepflanzt, empfindliche Sorten wie Pfirsich, Kiwi, Aprikose oder Quitte dann doch lieber im Frühjahr. Um die gepflanzten Obstbäume sollten bei Laubabfall Leimringe angelegt werden. So werden diese Baumsorten vor Insekten und ihren Ablagerungen in den Fruchtansätzen geschützt. Apfelbäume sind am meisten betroffen. Kompost und Mulch, Laub und Grasschnitte schützen vor Frost und Nährstoffverlusten. Was man dem Boden nimmt, gibt man ihm auch wieder zurück und hat im nächsten Jahr einen wunderschönen Garten.

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