Unkraut und Wildkraut

Das lästige Unkraut

Von Frühjahr bis in den späten Herbst hinein gibt es das lästige Unkraut. Es wächst überall, meist dort, wo es unerwünscht ist. Wie aber werden wir dieses lästige Unkraut los und ist es wirklich nur Unkraut oder steckt viel mehr dahinter? Ob zwischen den Salaten, Gemüsesorten oder Blumen: Das lästige Unkraut raubt so manchem Hobby-Gärtner die Nerven, weil es sich schnell verbreitet und überall wird wieder neu angefangen, es zu jäten. Wir wollen darüber aufklären, ob alle Unkräuter wirklich zur Last werden, wie man jätet und was sonst noch getan werden kann.

Welches lästige Unkraut unsere Saisonbegleiter sind

12 Sorten, die sich in unseren Gärten hin und her schleichen, sind sehr wohl bekannt. Dazu gehören Löwenzahn, Giersch, Ackerkratzdistel, Ackerschachtelhalm, weißer Gänsefuß, Brennnessel, Hirtentäschel, Breitwegerich, Vogelmiere und das behaarte Knopfkraut. Diese bekannten lästigen Unkräuter nehmen den Stauden und Gemüse zu viel Licht, Wasser und Nährstoffe weg. Im Nutzgarten können sie durchaus Schädlinge anziehen und Krankheiten hervorrufen. Es sind quasi unerwünschte „Mitesser“, die wir alle irgendwie nicht leiden können. Jeder Hobby-Gärtner weiß, dass hier dem lästigen Unkraut viel Zeit gewidmet werden muss, mehr als jene, die wir für unsere anderen Pflanzen gebrauchen könnten. Erfahrene Hobby-Gärtner wissen, dass das lästige Unkraut durchaus brauchbar ist und welches weg muss.

Wie wir richtig jäten können

Das lästige Unkraut setzt nicht nicht nur im Garten ab, sondern ebenso in den Steinfugen oder unter Hecken, Bäumen und am Straßenrand. Mit einem Unkrautstecher können wir das Jäten richtig beginnen. Mit diesem Werkzeug lassen sich beispielsweise die Pfahlwurzeln des Löwenzahns aus dem Boden holen. Wenn sich das lästige Unkraut an den Wegen ausbreitet, kann gehackt werden. In den Beeten sollte das nicht gemacht werden, denn hier könnten wir Schaden anrichten. Stressfrei und effektiv arbeiten wir mit unseren Geräten, die an jeder Seite eine Klinge haben. Richtig jäten können wir nur zum besten Zeitpunkt. Es stellt sich die Frage, wann die richtige Zeit zum Jäten wäre. Nun, am Besten wird gejätet, wenn das lästige Unkraut etwa 10 cm aus dem Boden sprießt. Dann ist es sinnvoll, bevor die Samenreife der Unkräuter einsetzt. Wenn der Boden hart und trocken sein sollte, wird es schwierig zu jäten. Dann ist es besser, auf den nächsten Regen zu warten oder selbst zu gießen und dann das lästige Unkraut entfernen.

Was noch gegen Unkraut hilft

Nach einer alten Bauernregel soll Mulch das lästige Unkraut in den Beeten oder an den Wegrändern unterdrücken. Da Rindenmulch oder Rindenhumus dem Boden Stickstoff entzieht, muss vorher der Gartenboden gedüngt werden. Eine andere Alternative wäre das getrocknete Gras oder Stroh. Wir benutzen in unserem Hobby-Garten viele Bodendecker, die kaum lästiges Unkraut durchlassen. Nach einer Weile haben sich die Bodendecker im Beet wie ein bunter Teppich verbreitet, der nicht nur schön und frisch aussieht, sondern kaum lästiges Unkraut durchlässt. Kompostiertes Material wäre die nächste Variante, die wie ein Unkrautvlies auf die Beete aufgetragen wird. Was noch gegen Unkraut hilft ist das Pflanzenschutzmittel. Hier gibt es verschiedene Sorten, die durch die Pelargonsäure die Zellwände der Unkrautpflanzen zerstören. Mit Sicherheit ist es nicht immer eine nützliche Methode, das lästige Unkraut zu entfernen. Daher ist es ratsam, sich vorher vom Fachmann beraten zu lassen.

Sind Bennnessel und Co wirklich nur lästiges Unkraut?

Nicht jedes lästige Unkraut ist Unkraut. Löwenzahn beispielsweise ist sowohl mit der Wurzel als auch mit seinen Blättern gesundheitsfördernd. Das Wurzelextrakt kann viele Krankheiten lindern oder heilen. Brennnessel hinterlassen zwar beim Anfassen einen kleinen brandartigen Reiz, sind dennoch für die Erhaltung der Gesundheit und beim Beseitigen von Krankheiten sehr hilfreich. Gerade bei Rheuma, Diabetes oder Stoffwechselstörungen sind sie echte Heilmittel in der Not. Hirtentäschel sollten nicht unterschätzt werden, helfen sie doch sehr bei Arteriosklerose, Kreislaufproblemen oder gar Ekzemen. Ackerschachtelhalm begleitet Menschen mit Durchblutungsstörungen, Blasen- und Nierenleiden oder bei Krampfadern immer positiv auf dem Weg der Heilung. So gibt es viele Unkräuter, die als lästig empfunden werden, es dennoch nicht sind. Die Natur hat es so gewollt, dass wir das Unkraut beachten und kennenlernen. In anderen Artikeln gehen wir auf die einzelnen Kräuter, ihre Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen ein. Hobby-Gärtner sind genau wie gelernte Gärtner mit der Natur verbunden.

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