Obst

2019 wird das Jahr der Heidelbeere

Ja gut, vielleicht nicht überall, aber zumindest bei uns ist es so geplant und die botanischen Voraussetzungen sind schon mal insoweit vorbereitet, dass die Pflanzen besorgt wurden. Nun schreibe ich ja als Autor seit einigen Wochen hauptsächlich für das schweizerische Onlineportal Lubera, treffender gesagt, für das Gartenbuch dort, sodass die Beschaffung relativ unkompliziert, kostenlos (DANKE nochmals lieber Markus Kobelt) und vor allem in Gestalt von Pflanzen in allerhöchster Baumschulqualität erfolgt ist. Da ich zuvor gefühlte Tausend Artikel über die dunkelblauen Beeren geschrieben hatte, regte sich bei mir praktisch wie von allein der Wunsch, nun auch mal selbst einige Heidelbeersträucher anzubauen, was sich allerdings schon nach der ersten groben Sichtung des Inhalts der fünf Luberapakete als ziemlich waghalsig herausstellen sollte.

Aller Anfang ist ein Moorbeet für Heidelbeeren

Das wäre von der Sache her, was die Arbeit mit dem Moorbeetbau anbelangt, nicht das schwierigste Problem, sondern eher den dafür geeignete Platz im Garten zu finden. Die Suche nach einem größeren Gartengrundstück läuft schon über einige Monate, bislang leider ohne nennenswerte Erfolge. Umso besser, dass die neuen Heidelbeerpflanzen in genügend großen Behältern versendet werden, den herannahenden Winter demzufolge gut überstehen werden, um im nächsten Frühjahr dann hoffentlich auf meinem neuen Terrain ihren Stammplatz zu finden. Sollte das nicht gelingen, werden die Sträucher in größere Behälter umgesetzt, denn wenigstens an mehreren sonnigen Standorten mangelt es auf dem bisherigen Grundstück zum Glück nicht. Nur der Boden selbst scheint mir aus den bisherigen Erfahrungen leider ungeeignet, da die ehemaligen Besitzer auf dem Grundstück vor einigen Jahrzehnten großflächig eine teerartige Masse entsorgt hatten, die in einer Tiefe ab circa 60 Zentimeter verhärtet ist. Da würde selbst ein großzügig und noch tiefer angelegtes Moorbeet nicht helfen und die wertvollen Heidelbeersträucher wären mir für solch ein waghalsiges Experiment einfach auch viel zu schade.

Vorstellen möchte ich das neue „Projekt Heidelbeerenanbau“ dennoch bereits jetzt, denn zumindest die großen, dreijährigen Pflanzen werden ab dem kommenden Jahr schon erstmals ihre, oder besser gesagt, unsere Früchte tragen.

Hier die drei größten Vertreter, die bereits jetzt gut einen Meter hochgewachsen, sehr robust und kräftig sind. Ganz rechts im Bild die gelbblättrige Yellowberry Blue, daneben je eine Blue Dessert und Blueroma (nach Lubera die vom Aroma her beste Pflanze mit sehr hohen Erträgen).

Auf diesem Foto die ebenfalls sehr gesund aussehenden Einjährigen, die Lubera im Fünf- bzw. Drei-Liter-Topf verkauft. Ganz rechts ranken die Cranberrys Red Balloon, die sich ausgezeichnet als Unterbepflanzung im Moorbeet eignen. Links daneben je eine Heidelbeerpflanze Blautropf, Bluesbrothers, Sunshine Blue und Little Blue Wonder, die wie alle anderen Sträucher winterhart sind.

Wie geht’s weiter mit den Heidelbeeren im Winter?

Da die robusten Sträucher erfreulicherweise frostresistent sind, stehen sie überdacht und an einem windgeschützten Standort, ehe sie später zum Frühjahr hin in ihr neues Moorbeet umgesetzt werden. Sollte es in den Wintermonaten allerdings zu extrem niedrigen Temperaturen kommen, sind die Töpfe innerhalb weniger Minuten auch schon in den frostsicheren Schuppen umquartiert, sodass bei gelegentlichem Gießen und einer Düngung zum Frühling hin nichts Schlimmes passieren kann. Aber vielleicht gibt es ja in den kommenden Wochen doch noch ein kleines Wunder, dass die Suche nach einem größeren Garten endlich ihren erfolgreichen Abschluss findet.

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