In eigener Sache

Zankapfel „Rose“ Teil II

Und es gibt noch ein ganz aktuelles Update, denn der Neid der streitsüchtigen und sauertöpfischen Nachbarin wächst offensichtlich proportional mit dem naturbedingten Wachstum unserer Blütenpracht. Da ich diese niveaulose Gesprächsführung aus persönlichen Gründen nicht mittragen wollte, verschaffte sich die Dame mit ihrem „Problem“ wohl tatsächlich Gehör bei den rührigen Volksvertretern unseres Dorfes und wandte sich direkt an die Gemeinde Lauenbrück. Wäre ja schließlich auch noch schöner, wenn man selbst in seinem Vorgärtchen nichts zustande bekommt und so `ne Rose macht in der Natur der Nachbarn, was sie will.

Verkehrsgefährdungen durch Rosenhecken?

Nur, dass es dieses Mal nicht um das einsam und inzwischen auf gut 1,80 Meter herangewachsene bösartige Rosengewächs, wie im ersten Teil dieser Story geht, sondern gleich um die gesamte Hecke, die stellenweise mit ihrer Höhe von immerhin gut einem Meter zu einem unüberwindlichen Verkehrschaos geworden sein soll. Ja, nee, schon klar, wenn man beispielsweise kleinwüchsig in einem Golf oder einem ähnlichen Kleinwagen mit Tempo 30 an diese Kreuzung herandonnert, verliert man schon mal die Übersicht, wenn kein Schiebedach eingebaut ist und somit rechtzeitiges Aufstehen unmöglich ist.

Straße Im Heidhorn in Höhe der Einmündung vom Heckenweg in Lauenbrück mit übersichtlichem Verkehrsfluss…

Ein wachsendes Problem für die Gemeinde Lauenbrück

Die Hecke wurde vor sieben Jahren neu angepflanzt und besteht zum größten Teil aus Wildrosen, die sich aufgrund der günstigen Wetterlage in diesem Frühsommer besonders üppig entwickelt haben. Angeblich kämen Radfahrer jetzt nicht mehr ungehindert auf dem davorliegenden Gehweg durch, da herüberragende Zweige sie stören würden. Dem kann man zwar, in dem Fall zustimmen, wenn man zu fünft nebeneinander fahren will, aber das sollte im normalen Leben eigentlich relativ selten vorkommen. Ein Schelm, wer also Böses dabei denkt, wenn sich die Gemeinde Lauenbrück höchst selbst einer solch gravierenden Frage annimmt, obwohl es wahrhaftig genug andere Probleme in unserem Dorf gibt.

Auch mit Städten und Gemeinden kann ein Nachbarschaftsstreit um die Grenzbepflanzung drohen. Auslöser sind vor allem Beeinträchtigungen von Verkehrswegen. Amtliche Mitteilungen wie diese fordern Eigentümer zum sofortigen Handeln auf.

 

Wenn bei einer Begehung festgestellt wurde, dass ein Baum die “Verkehrssicht stark beeinträchtigt!, werden deren Besitzer zur Behebung veranlasst. In diesem Fall müsste der betreffende Baum an der Ecke erheblich zurückgeschnitten werden, um die ungestörte Sicht auf die Kreuzung wieder freizugeben.

Restlose Aufklärung bringt vermutlich nur eine persönliche Vorsprache in Sachen „verkehrsgefährdender Hecke“, um diesbezügliche Eskalationen zu vermeiden. Die Sachlage ist nüchtern betrachtet die, dass die Rosenhecke vor dem Grundstückszaun, also auf Gemeindeareal vor sich hin wächst, was andere Hecken hier im Dorf natürlich auch tun und sogar noch um vieles intensiver und gemeingefährlicher für den alles andere als lebhaften Verkehr im Ort. Aber wir werden uns das gleich nächste Woche vom Ordnungsamt der Gemeinde Lauenbrück erklären lassen, was wir bei unseren blühenden Landschaften falsch gemacht haben. Ich selbst glaube, wir haben nur die falschen Nachbarn und die kann man sich eben leider nicht immer aussuchen und erst recht nicht umpflanzen.

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