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Heidelbeeren kaufen – wo gibt’s die Besten?

Niemand muss heute mehr im Wald stundenlang nach ihnen suchen, denn bei einer Vielzahl von Züchtern und Händlern können Sie, ob Gartenliebhaber, Terrassenbesitzer oder Balkonobstanbauer, einzigartige Heidelbeeren kaufen, von denen Sie begeistert sein werden. Bereits der bekannte Bad Wörrishofener Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) hatte gefordert: „Kein Haus sollte sein, das nicht eine gute Portion Heidelbeeren dörrt und fürs Jahr aufbewahrt.“ Damit war er seiner Zeit bereits einige Jahre voraus, denn die Zähmung der wilden Heidelbeere, die wir dem amerikanischen Botaniker und Pionier Frederic Vernon Coville zu verdanken haben, gelang erst Jahre später.

Kulturheidelbeeren – eine zufällige „Erfindung“

Über seine erfolgreich gelungene Züchtung der dicken blauen Kulturheidelbeeren auf der Basis einheimischer Wildfrüchte berichte erstmals 1912 die Zeitschrift National Geographic. Und dass Coville 1906 überhaupt mit seinem Heidelbeerzüchtungsprojekt begann, ist nur dem Zufall zu verdanken, dass sich der Botaniker und Agronom für die Sommermonate eine Ferienresidenz in New Hampshire gekauft hatte, die rings ums Haus mit Heidelbeeren umwachsen war und ihn derartig faszinierte, um nun selbst die Entwicklung selektionierter Kulturheidelbeeren voranzubringen.

Und heute überraschen sie uns als Heuberi, Heidel, Krähenaugen, Wehlchen, Bibberken und Blaubeeren nicht nur mit ihrem vortrefflichen Geschmack, dem unnachahmlichen Aroma und der außerordentlichen Sortenvielfalt, sondern noch immer mit ihrer typisch amerikanischen und kaum noch mit der Waldheidelbeere vergleichbaren Größe.

Geben Sie uns ein Paar Zeilen Zeit für Inspirationen darüber, warum es sich für Sie lohnt, Heidelbeeren selbst anzubauen und worin das Besondere an der breit gefächerten Kulturheidelbeeren-Auslese im schweizerischen (UND deutschen)Lubera-Shop besteht.

Heidelbeeren selber anbauen, ein Genuss, der sich lohnt

Heidelbeeren im eigenen Garten anzubauen, das bedeutet weit mehr als nur ab und an ein wenig Naschobst genießen zu dürfen, denn die Erträge können sich bei den Heidelbeerpflanzen aus dem Lubera-Shop bereits im ersten Erntejahr sehen lassen. Mit einer geschickten Kombination verschiedener Heidelbeerensorten wird es Ihnen ohne Mühe gelingen, sich eine ganz persönliche Heidelbeersaison einzurichten, die über gut vier Monate andauern kann. Die mittelsüße Duke liefert bereits im Juni ihre ersten und besonders großen Früchte, mit der späten Buddy Blue können Sie sich und Ihre Lieben mindestens bis in den September hinein verwöhnen. Neben einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis erreichen Sie mit der eigenen Kultivierung der gesunden und schmackhaften Powerbeeren sowie durch die Schönheit der Pflanzen, besonders während ihrer Blüte, einen sehr hohen Zierwert im Garten und das bei überschaubarem Pflegeaufwand und einer Lebenserwartung der Sträucher, die nicht selten bis zu 30 Jahre beträgt.

Wenn Sie bisher auf das sehr begrenzte aber dafür umso kostspieligere Beerenangebot im Supermarkt zurückgreifen mussten, wird Ihnen vor allem der geschmackliche Unterschied aber auch die einmalige Frische von der ersten selbst geernteten Beere an sehr schnell deutlich werden. Viele gute Gründe, um Heidelbeeren von jetzt an selbst anzubauen, die ich in einem Artikel im Heidelbeer-Dossier von Lubera gewissermaßen als Selbsttest einmal ausführlich untersucht habe.

Heidelbeeren pflanzen, aber wo und wann?

Der ideale Standort für die bereits kräftig gewachsenen Sträucher aus dem Lubera-Shop ist schnell geklärt. Die dicken Blauen lieben die Sonne und haben bei hochsommerlichen Temperaturen über die Mittagszeit auch nichts gegen ein wenig Schatten. Darüber hinaus bevorzugen Heidelbeerpflanzen einen windgeschützten Platz im Garten, der sich auf einem bebauten Grundstück oder in der Nähe von bereits vorhandenen Bäumen bestimmt auch bei Ihnen schnell finden lässt. Besonders für den Fall. dass Sie gleich mehrere Heidelbeersträucher, beispielsweise als dekorative Hecke planen, sollte ein Pflanzabstand zwischen 1,5 bis 2 Meter berücksichtigt werden. Eine etwas geringere Dichte nehmen Heidelbeeren zwar auch nicht übel, macht aber nur Sinn, wenn die Sträucher später auch wirklich vom alten Holz befreit und regelmäßig geschnitten werden. Heidelbeerenpflanzen schätzen eine gute Bewässerung, die besonders bei längeren Trockenperioden extrem wichtig ist, Staunässe mögen und vertragen sie dagegen gar nicht. Vermeiden Sie daher möglichst Standorte in Bodensenken, da sich zu viel Wasser auf Dauer negativ auf die Sauerstoffversorgung der Wurzeln auswirkt und im schlimmsten Fall zur Fäulnis führt.

Obwohl es sich bei den winterharten Heidelbeerenpflanzen von Lubera um besonders robuste Sträucher, teilweise sogar aus dreijähriger Züchtung handelt, die theoretisch das gesamte Jahr über ins Beet gesetzt werden könnten, liegt ihr optimaler Pflanzzeitpunkt in den Monaten zwischen März bis Oktober. Ausführliche Anleitungen und viele Insidertipps finden Sie in den Artikelbeschreibungen aller Heidelbeerenpflanzen, Ihrer Lieferung liegt nach dem Kauf die Broschüre mit Kulturanleitungen „Lubera hilft“ kostenlos bei und die Klärung einer vielleicht noch offenen Frage oder ein zusätzlicher guter Tipp vom geschulten und sehr erfahrenen Lubera-Beratungsteam ist niemals weiter entfernt, als Ihr Telefon!

Ein Moorbeet anlegen, dann wird aus sauer schnell süß

Klingt geheimnisvoll, mystisch oder nach viel Arbeit? Ist es aber nicht und zumindest nur einmalig denn: Ihre neuen Heidelbeerpflanzen schätzen das Leben im Moorbeet, wie sie es in der Lubera Baumschule bereits über einige Monate genossen haben. Auch wenn gelegentlich in einschlägigen Foren oder von unwissenden Baumarktverkäufern behauptet wird, dass man sich die Mühe beim Anlegen eines Moorbeets durchaus sparen könne, hören Sie nicht auf diese vermeintlich „guten Ratschläge“. Heidelbeeren brauchen saure Erde und werden nur bei einem konstant zu haltenden pH-Wert zwischen 3,5 und 4,5 gesund und mit den gewünschten hohen Erträgen heranwachsen. Da hilft weder der todsichere Tipp selbst ernannter Gartenspezialisten noch der mühsam aus dem Wald herangekarrte Boden, um die Beschaffung einiger Tüten mit Moorbeeterde kommt leider niemand herum. An dieser Stelle und im Telegrammstil zum Thema Moorbeet nur so viel:

  • So in etwa funktioniert der Bau eines Moorbeets für Heidelbeeren.

    Das einfache Moorbeet benötigt zunächst einen Aushub bis in eine Tiefe von ca. 80 Zentimeter. Länge und Breite sind abhängig von der Anzahl der Heidelbeerpflanzen;

  • Die fertige Grube wird mit stabiler Kunststofffolie ausgekleidet, um den pH-Wert im Innern konstant zu halten;
  • Abschließend erfolgt das Auffüllen mit Moorbeeterde und die Bepflanzung kann beginnen;

Eine ausführliche Anleitung zum Moorbeetbau und mehrere Videos dazu ist für Sie im Heidelbeer-Dossier hinterlegt, sodass Ihre Pflanzen nicht nur kräftig und gesund heranwachsen, sondern auch die gewünschten Erträge liefern. Morgen im zweiten Teil geht es dann weiter und Sie erfahren alles, was Sie schon immer über den Heidelbeerenanbau im Topf wissen wollten.

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