Tiere im Garten

Was beim Vogelhäuschen im Garten wichtig ist

Heute soll es mal nur indirekt um ein Gartenthema gehen, aber dennoch gehört das Aufstellen eines Vogelhäuschens ja irgendwie dazu im späten Herbst. Augen auf beim Hauskauf, heißt es damit nicht nur auf dem Immobilienmarkt, sondern auch bei den kleinen Holzhäusern, die viele Naturfreunde über Winter als Vogelrestaurant in ihren Garten stellen. Aber neben aller erwünschter Schönheit des Miniaturbauwerks gibt es noch eine Reihe anderer Kriterien, die wir beim Bau oder vor dem Kauf eines Fertighauses beachten sollten. Welches Modell wäre geeignet, aus welchen Materialien soll es bestehen, beabsichtigen wir es jeden Tag mit Frischfutter zu befüllen, oder soll es ein Vogelhäuschen mit integriertem Futtervorrat für mehrere Tage sein? Empfehlenswert sind in erster Linie solche Konstruktionen, mit denen vermieden wird, dass die getrockneten Früchte oder die Körner zu leicht von den gefiederten Gästen verkotet werden oder das Futter zu schnell nass wird.

Die hängende Futtersäule für Vögel aus Metall ist eine besonders kostengünstige Alternative zum Futterhäuschen aus Holz.

Augen auf beim Häuschenkauf

Vogelfutter hat die Eigenschaft bei übermäßiger Feuchtigkeit schnell zu verquillen, klumpt anschließend und schimmelt. Diese Nahrung würde den Vögeln letztendlich mehr schaden, als ihnen zu nutzen. Neben einem großzügigen Platzangebot hat das ideale Vogelhaus mehrere Futterstellen, denn das vermeidet schon mal ein Gerangel der Tiere um die besten Plätze und hilft Krankheiten der gefiederten Gäste zu vermeiden. Nicht zu vergessen, dass wir als Spender schließlich das Bedürfnis haben, unsere hungrigen Gäste vom Fenster aus ungehindert zu beobachten, sodass ein wenigstens nach drei Seiten offener Bau die beste Lösung wäre.

  • Das klassische Vogelhaus: Rotkehlchen, Amseln sowie die hier immer öfter überwinternden Stare fühlen sich in den traditionellen feststehenden Häusern aus stabilem Holz am wohlsten. Diese Modelle lassen sich auch am besten reinigen, trocknen innen gut aus und sind bei hohem Platzangebot auch für die Tiere besonders komfortabel. Das Baumaterial soll nicht zu dünn und an den Oberflächen und Kanten unbedingt geglättet sein. Ob Holzschutzmittel oder Buntlack: Verwenden Sie immer nur solche Farben, die ohne giftige Bestandteile auskommen. Die Dächer lassen sich mit Dachpappe oder Blech wasserdicht beschichten und wenn die Neigung der Dachflächen nicht zu flach konstruiert ist, wird Regenwasser kaum ins Haus eindringen können und schnell abfließen. Unbedingt zu empfehlen wäre ein großzügiger Dachüberstand, der den Innenraum des Vogelhauses vor Überschwemmungen bewahrt. Das Vogelfutter wird am besten in ein oder mehreren Schalen aus Holz, Kunststoff oder Keramik serviert, die sich leicht reinigen lassen und von der Größe her für den Tagesbedarf an Futter genügend groß dimensioniert sind.
  • Futtersäulen mit Nüssen aus Draht: In diese kostengünstigen Behälter lassen sich ganze Erdnüsse einfüllen, die von den Tieren nach und nach abgepickt werden. Aufgrund der Dichte der Drähte lässt sich verhindern, dass die Vögel ganze Nüsse verschlucken, was bei den jungen und kleinen Tieren leicht zum Ersticken führen kann. Für andere Sämereien eigenen sich solche Behälter allerdings nicht, da der Inhalt zu schnell schimmeln würde, was bei Erdnüssen mit ihrem relativ hohen Ölgehalt kaum zu befürchten ist.
  • Silo mit Futterrinne: Bei solchen Bauwerken wird das Futter meist in einem integrierten Vorratsbehälter zwischengelagert, in dem es selbstständig nachrutscht. Der Nachschub funktioniert bei solchen Häusern aber auch nur dann, wenn das Baumaterial ordentlich entgratet wurde und die Körner ungehindert nachfließen können. Die meist hängenden Futtersilos dürfen nicht zu hoch angebaut werden, da sie durch den Wind sehr leicht ins Schwanken geraten und die hungrigen Gäste dadurch eher vertreiben würden.
  • Vogelhaus als Bodenfutterplatz: Bei dieser Bauweise besteht das Haus aus einem schützenden Dach, steht auf dem Boden und enthält im Innern frei verfügbares Weichfutter. Die Gäste können hier geschützt ihre Nahrung aufnehmen, die nicht sofort aufweicht oder sogar schimmelt. Hier ist Sauberkeit besonders gefragt, denn wo viele Tiere an einem Ort zusammenkommen, sind auch gefährliche Krankheitserreger wie Salmonellen oder Kolibakterien nicht weit entfernt.

Unser neues Vogelhaus in Birke mit Schilfdach

Bei uns war in diesem Jahr nun auch endlich ein Neubau fällig, denn das alte Vogelhaus war einfach viel zu klein geworden. Glücklicherweise hat in unserer Region der Vogelbestand in letzter Zeit wieder spürbar zugenommen und so haben wir uns für ein etwas größeres Bauwerk entschieden, dass vollständig aus natürlichen Materialien besteht und dadurch seinen ganz besonderen Reiz hat. Aus Zeitgründen ist es dieses Mal kein Eigenbau, aber dennoch solide Handarbeit, also ein Unikat, das ein Händler bei eBay mit folgender Beschreibung zum Verkauf angeboten hat:

Massives Vogelhaus Größe L: Das Vogelhaus ist liebevoll vom Tischler aus dekorativem Birken- und Pappelholz hergestellt. Das Pappelholz ist grünlich wetterfest lasiert. Als Deko sind zwei Tannenzapfen an der Vorder- und Hinterseite angebracht. Das Dach ist mit natürlichem Schilf eingedeckt. Bilder dienen als Beispiel, denn Holz ist ein Naturprodukt und kann in Form und Farbe abweichen.“

Ohne übertriebenen Schnickschnack, dafür in außergewöhnlich hoher Qualität aus natürlichen Materialien hergestellt.

Der Preis ist mit versandkostenfreien 37,90 Euro absolut fair, das Vogelhaus (51 mal 43 mal 34 cm; Breite, Tiefe, Höhe) ist in einer hervorragenden und soliden Qualität gefertigt, wie man sie selten sieht, hat eine sehr natürliche Optik (siehe unser Titelfoto), ist rundherum einfach perfekt montiert und wird vermutlich jahrelang halten.

Welche Kost bei den Vögeln im Winter besonders gut ankommt, darüber berichten wir kommende Woche im zweiten Teil unseres Beitrags.

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