Zierpflanzen

Vorsicht bei Weihnachtssternen, Christrosen & Co.!

An diesem Wochenende geht es wieder los, da werden die Wohnungen mit prachtvollen Blüten geschmückt sowie Töpfe und Kübel mit Amaryllis, Christrosen und Weihnachtssternen aus den Baumärkten in die vorweihnachtlichen Häuser gekarrt. Die Wenigsten wissen allerdings, dass dieses gut gemeinte weihnachtliche Flair ziemlich giftig sein kann. Vorsicht geboten ist übrigens auch bei den Adventsgestecken, die oft aus Mistel-, Eiben-, Efeu- oder Stechpalmenzweigen gebunden sind. In der Amaryllis sind solche gefährlichen Giftstoffe oder toxischen Alkaloiden praktisch sogar in sämtlichen Pflanzenteilen enthalten, selbst in der Zwiebel treten sie in großen Mengen auf. Der Verzehr weniger Milligramm kann dabei schon zu heftiger Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und sogar zu akuten Lähmungen und Nierenschädigungen führen. In der guten Stube sollten Vasen mit Amaryllisblüten deshalb unbedingt aus der Reichweite von Kindern ferngehalten werden. Darüber hinaus könnte die Pflanze auch für die Tiere gefährlich werden, wenn es – was nicht selten ist – zu einem Verzehr einzelner Pflanzenteile kommt.

Weihnachtsdeko kann ziemlich giftig sein

Auch bei der gern für weihnachtliche Dekorationszwecke verwendeten Eibe mit ihren attraktiven roten Scheinbeeren, sind die gekauten Zweige, Blätter und Samen besonders giftig. Bereits ein bis zwei Stunden später können nach dem Verzehr Übelkeit und Erbrechen wie auch Bauchschmerzen, Kreislaufschwäche oder Herzrasen mit Herzrhythmusstörungen auftreten, was wiederum bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Und schließlich können selbst die sagenumwobenen aber eben ungenießbaren Mistelzweige, die wir als Zauber- und Heilpflanze kennen, für Mensch und Tier gefährlich werden. Auch wenn sie in der Regel nur leichtere Beschwerden hervorrufen, in Kinderhände gehören sie nicht.

Der alternative, ungiftige Weihnachtsbaum

Da ich bedingt durch meine Autorentätigkeit für Lubera der Schweizer Baumschule auch ansonsten etwas näher stehe, heute mal drei interessante alternative Empfehlungen für zeitgenössischen und naturgesunden Weihnachtsschmuck für zuhause (Affiliatelinks sind übrigens nicht gesetzt worden).

„Blue Angel“, die robuste, frostharte Kübelpflanze

Auf unserem Titelbild die weihnachtliche Stechpalme ‘Blue Angel’ im roten Dekotopf. Sie ist nicht nur optisch ein echter Hingucker, sondern kann später auch draußen im Freiland ihren Platz finden. Dort wird sie bis zu 1,60 Meter hoch, erfreut ab Mai mit ihren prächtig weißen Blüten und behält als winterharte Pflanze ihre wunderschönen blaugrünen Blätter mit dem charakteristischen violetten Schimmer sogar ganzjährig. Im besonders günstigen Sechserpack eignet sich der Blaue Engel auch als Heckenbepflanzung und bietet einen ausgezeichneten Sichtschutz.

Ein ganzjährig außergewöhnlich schöner Anblick: Blue Angel mit seinen leuchtend roten, erbsengroßen Früchten sorgt für weihnachtliches Flair im Haus.

Perfekt in Form: „Conica“ – die weihnachtliche Zuckerhutfichte

Eine Schönheit an sich, die ohne bunte Kugeln, kitschiges Lametta und sonstigen Baumbehang auskommt. Eine kleine Lichterkette oder eine weihnachtlich rote Schärpe reichen aus, um eine zünftige, Christmas-trächtige Hochstimmung bei Ihren Lieben zu erzeugen. Im Sommer vielleicht auch ein wenig Neid in der Nachbarschaft, denn Conica ist wie geschaffen, draußen als Einzel- oder Gruppenpflanze edel und unglaublich elegant bis in eine Höhe von über drei Meter zu wachsen und ähnelt dabei einem Zuckerhut.

Conica in perfekter Kegelform: besonders elegant mit ihrem dichten, grünen Kleid.

„Molli“ – die leicht duftende Koreatanne mit dem schönen Zapfenschmuck

Der ultimative Weihnachtsbaum für Vorgarten und Terrasse, der als Jungpflanze bereits außergewöhnlich attraktive violettblaue Zapfen bildet, die zwischen vier bis sechs Zentimeter lang werden. Während die dicht wachsende „Molli“ auch nach zehn Jahren mit einer Wuchshöhe um 80 Zentimeter immer noch ein Zwerg bleibt, „schießt“ sie nach einigen Jahrzehnten bis zu 2,50 Meter hoch und ist damit bestens als Kübelpflanze geeignet, die winterhart ist, keinen Rückschnitt braucht und sowohl im Schatten als auch bei Vollsonne ohne Probleme heranwächst.

Kompakter Wuchs mit einmalig schönen Zapfen – Molli ist auch nach Weihnachten ein echter Hingucker für den kleinen Vorgarten oder die Terrasse.

Von daher: Noch ist Zeit, um sich in diesem Jahr mit einem ganz besonders schönen Weihnachtsschmuck zu umgeben, der über viele Jahre hält und nach den Feiertagen nicht, wie alle Jahre wieder, im Müll enden muss.

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