Garten im Winter

Meerrettich – ein scharfes Geschenk der Natur

Selbst zu den Festtagen wird dieses scharfe Geschenk der Natur zu vielen Speisen benötigt: Der Meerrettich. Wer jetzt bei dem tristen und frostfreien Wetter eine scharfe Gabe aus der Erde holen möchte, sollte es noch tun, denn die geruchlose Wurzel ist sehr kostbar als Lebens- und Heilmittel. Bekannt ist sie auch unter den volkstümlichen Namen Rachenputzer, Bauernsenf, Pfefferwurzel und Fleischkraut. Beim Zerlegen der Wurzel werden die Schadstoffe freigegeben und es kann sicherlich zu Tränen führen. Selbst gerötete Wangen und Nasenlaufen können nicht unterbunden werden, jedenfalls nicht umgehend. Diese kleinen Nebenwirkungen können wir jedoch für das scharfe Geschenk der Natur im Dezember gerne in Kauf nehmen, wenn wir wissen, was der Meerrettich alles kann.

Meerrettich aus der Familie der Kreuzblütler

Der Meerrettich stammt aus der Familie der Kreuzblütler und beinhaltet fantastische Inhaltsstoffe. Hierzu gehören ätherische Öle, Allylsenföl, Allicin, Asparagin, Arginin, Alloxobasen, Flavone, Glucosinolate, Gluconasturtiin, Kämpferol, Mineralstoffe, Quercetin, Pentosan, organische Schwefelverbindungen, Oxydase, Senföle, Sinigrin und Vitamine, besonders Vitamin C. Um gut gedeihen zu können, benötigt der Kren einen tiefgründigen Boden. Besonders auffällig ist der recht ausdauernde Wurzelstock, der sich in einer walzenartigen Form präsentiert. Nicht umsonst wird er als Knüppelwurzel bezeichnet. Die Wurzel hat einen Auslauf von etwa 50 cm und eine Dicke von 3 bis 4 cm. Nach außen schillert das hellgelbe Flair, innen ist die Wurzel weiß. Im Frühjahr erfreut uns der Meerrettich mit großen grünen Blättern und weißen Blüten, die in einer Rispenform schon fast majestätisch erscheinen.

Die Meerrettich-Wurzel sollte frisch verwendet werden. Der Meerrettich aus jener Familie der Kreuzblütler kann aber auch im Kühlschrank oder im Keller feucht gelagert werden. Man kann die Wurzeln vom Herbst bis ins Frühjahr hinein ernten und verwenden. Gerne wird der Rachenputzer nicht nur in der guten alten Küche zum Essen verwendet, sondern mit seinen Inhaltsstoffen verdient er es, als Heilmittel anerkannt zu sein. Schon beim Reiben der Wurzel entsteht eine Art Therapie, denn eventuelle Nasennebenhöhlenentzündungen können schnell behoben werden. Insektenstiche sind bestens mit Meerrettich wie weggeblasen, Schmerzen können behoben und Grippeerreger beseitigt werden. Meerrettich gehört nicht nur in den Garten, sondern ebenso in die Hausapotheke. Bei vielen Erkrankungen kann der schmackhafte und scharfe Meerrettich bereits durch den Verzehr wahre Wunder bewirken. Ich bin sehr froh darüber, genügend Meerrettich im Garten zu haben, denn statt zu Antibiotika zu greifen, nutzt mir dieses Geschenk der Natur auch im Dezember und bei tristen Jahreszeiten sehr viel.

Wie Meerrettich verwendet wird

Meerrettich kann zu vielerlei Speisen, als Grillsoße oder zu Salaten verwendet werden. Um chemischen Blockaden der Lebensmittelindustrie zu entgehen, ist es für mich immer besser, ihn frisch aus dem Garten zu nehmen und zu verarbeiten. Zu spät geerntete Wurzeln des Meerrettichs schmecken allerdings sehr bitter. Es gibt Meerrettich auch aus der Tube oder im Glas, wovon ich persönlich nichts halte, denn hier sind nur bedingt die Inhaltsstoffe zu finden, die das besondere Etwas der Meerrettich-Wurzel ausmachen. Zu Heilzwecken gibt es ein bewährtes Rezept, das bereits unsere Großeltern anwandten. Damit es nicht zu scharf und bitter wird, verwende ich Meerrettich gerne mit anderen Gaben der Natur wie beispielsweise Honig und Zwiebel. Ich mache mir gegen Erkältungskrankheiten einen Sirup aus 2 EL frisch geriebenem Meerrettich, 1 EL frischer Zwiebel und 1 TL Wildblütenhonig. Davon nehme ich 3 mal pro Tag 1 TL ein und biete der Erkältung schon sehr früh das Paroli. Die antivirale Wirkung der ätherischen Öle kommt schnell zur Geltung. Es gibt natürlich noch sehr viele andere Rezepte, wie den Meerrettich-Wein oder den Meerrettich-Brei, die aus den Überlieferungen unserer Vorfahren stammen.

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