Garten im Frühling

Der Frühling kann kommen

Herrlich, es ist so weit, der Frühling kann kommen und schon sind die ersten Hobby-Gärtner in ihren kleinen oder größeren Anwesen vertreten. Ein freundliches Moin-Moin geht über die Zäune. Die Aufräumungsarbeiten beginnen und schon wird untereinander abgemacht, was zu tun ist und wer noch was gebrauchen könnte. Die Temperaturen spielen schon mal gut mit, sodass eine Tasse Kaffee im Garten getrunken werden kann.

Hochbeete anlegen und erste Kräuter einpflanzen

Wir wollten etwas Neues ausprobieren und legten Hochbeete in verschiedenen Größen um das Haus an. Es sind niedrige und höhere Beete, aus denen wir gut Hängepflanzen halten können. Die große Kräuterspirale nahm mir zu viel Platz weg, den ich gut für einen gemütlichen Sitzplatz im Grünen gebrauchen kann. Die Kräuter in dieser Spirale habe ich mit dem Kompost in die Hochbeete getan. Kräuter lieben das Zusammenspiel mit bunten Blumen, weshalb ich in jedes Beet einige Nutzpflanzen hinzufügen werde, wenn die Zeit gekommen ist. Die leer stehenden Flächen, die vorher verbaut waren, nutzen wir für Wildblumen, nicht nur als Hingucker, sondern in erster Linie für unsere Schmetterlinge, Vögel, Bienen und Insekten. Ohne Bestäubung ist nichts los im Moos und auch nicht an den Fruchtsträuchern- und Bäumen.

Die Konturen lassen sich wenigstens schon mal erahnen. Die sperrige Kräuterspirale wird abgebaut, stattdessen kommen jetzt kleine Minihochbeete mit Kräutern direkt an die Hauswand.

Freds coole Idee mit den Blaubeeren

Mein Nachbar Fred hatte eine coole Idee. Er hat jetzt schon Blaubeersträucher in die Erde gebracht und eine bestimmte Schicht Mulch hinzugefügt. Sie stehen an einem schönen Ort im Garten und warten auf die Sonneneinstrahlungen. Wenn seine Rechnung aufgeht, hat er im Spätsommer so viele schöne Heidelbeeren, wie es sie wohl kaum in einem Discounter geben wird. Mir zieht sich jetzt schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke, dass diese Blaubeeren mit Herz und Blut angebaut und gepflegt werden und gesunde Erträge den Verzehr begünstigen. Bestimmt gibt Fred mir einige Heidelbeeren ab. Wir teilen gerne. Heidelbeeren sind übrigens genauso wie Himbeeren Krebskiller.

Das neue Moorbeet für die Heidelbeerenpflanzen ist auch fast fertig. Um die 100 Liter Moorbeeterde müssen noch aufgefüllt werden und dann freuen wir uns auch schon auf eine üppige Ernte.

Warnung vor giftigen Pflanzen

Wenn ihr jetzt in Eurem Garten die Tulpen sprießen seht, dann erfreut es Euch und die Glückshormone spielen mit. Vielleicht wisst ihr aber nicht, dass Tulpen auch giftig sind. Wer sehr sensibel und allergisch ist, sollte die Tulpen nur mit Handschuhen anfassen, damit keine Schwellungen, Rötungen und Hautjucken ausgelöst werden. Die Zwiebeln und Sprossen enthalten ein Wirkstoff namens Tulipanin, das Bauchbeschwerden, Magen und Darmbeschwerden sowie Erbrechen auslösen kann. Herrlich anzusehen ist auch der Rittersporn, der in all seinen Pflanzenteilen Alkaloide beinhaltet. Diese Giftstoffe verursachen allein beim Riechen Herzmuskelschwäche, sofern ein Mensch es ohnehin mit einem Herzleiden zu tun hat. Die höchsten Giftinhalte hat der Garten-Rittersporn. Er verführt beim bloßen Betasten der Blätter bereits zu Hautreizungen.

In vielen Gärten ist der Goldregen sehr beliebt. Er beinhaltet im Samen das Gift Cyctisin. Schon wenige Samen können den Tod herbeiführen. Bekannt ist der Blaue Eisenhut für seine Lähmungen, die beim bloßen Berühren entstehen können. Verlockend sind die roten Eibenfrüchte, doch schon wenige Gramm roh verzehrt sind tödlich. In Trance versetzt werden könntet ihr beim Geruch des Bilsenkrauts. Auch hier ist es tödlich, wenn nur ein Gramm in Eurem Körper ankommt. Zuletzt möchte ich noch auf die Thuja-Hecke aufmerksam machen. Hier sind viele ätherische Öle in den Zweigen und Stielen sowie Kapseln und im Holz enthalten, die stark giftig sind. Sie verursachen Hautreizungen und können oral zum Tod führen.

Egal, was ihr im Frühjahr im Garten anbauen wollt, von den Wiesen mit nach Hause nehmt oder am Straßenrand findet: Nicht alle Pflanzen, die schön aussehen, sind gesund. Die Inhaltsstoffe so mancher hier erwähnten Pflanzen sind zwar für die Medizin und Naturheilkunde von Vorteil, nicht jedoch für den Hobby-Gärtner oder Laien. Passt gut auf Euch auf und habt eine schöne Frühlingszeit!

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