Garten im Frühling

Mein Gartentagebuch im März

In diesem Jahr ist mein Gartentagebuch gerade im März sehr sinnvoll. Nun spielt das Wetter uns allen aber so richtig einen Streich. Die Gartenarbeiten, die wir zu dieser Jahreszeit gern erledigt hätten, müssen warten. Das zehrt an meinen und vieler anderer Nerven. Einige herrliche Frühlingstage hatten wir bereits im Februar, was uns alle hoffnungsvoll machte, jedoch auch etwas verwirrte. Was ist los im Universum? Ich schreibe lieber auf, was ich dann irgendwann später erledigen muss, sobald der Boden offen ist.

Was zu tun wäre

1. Frostempfindliche Obstbäume sollten am besten in den Boden gepflanzt werden, wenn er denn endlich wieder trocken ist.

2. Der Schnitt der Obstgehölze sollte im März erfolgen. Die abgestorbenen oder kranken Triebe müssen bis zum gesunden Gehölz zurückgeschnitten werden.

3. Wenn der Kompost vom Vorjahr schon zu üppig ist, dann lege ich meist ein Hochbeet an. Das erleichtert die Arbeit ungemein, hilft dem Boden und erleichtert das Bücken.

4. Es ist Zeit, mal den Boden nach dem pH-Wert zu testen. Das sollte ich öfter tun, wenigstens alle 2-3 Jahre.

Kein großes Hexenwerk, ein paar Erdproben zu nehmen und den pH-Wert des Bodens regelmäßig mit einem Set aus dem Gartencenter oder ein paar Streifen aus der Apotheke zu testen

5. Jetzt lege ich fest, welche Pflanzen ich in meinem Boden anbauen möchte. Der Boden bildet die Beschaffenheit für eine gute Ernte. Wie hoch ist der Stickstoffgehalt und wie viel davon braucht welche Pflanze? Im Kompost ist übrigens genug Stickstoff enthalten, was nach und nach freigegeben wird, wenn man ihn gezielt einsetzt.

6. Normalerweise werden im März bei mir Rüben, Zwiebeln, Petersilie, Kopfsalat, Bohnen, Chicorée und einiges mehr im Freiland angebaut. Das muss jetzt wohl warten.

7. Ich lasse mal schon die Kartoffeln vorkeimen, die ich vom Bauern nebenan bekommen habe.

8. Einige Pflanzen müssen an warmer Stelle angepflanzt und abgedeckt werden, um vor dem wohl noch kommenden Frost zu schützen.

9. Tomaten, Auberginen und Paprikapflanzen mögen Temperaturen um die 25 Grad. Ich werde sie mal auf dem Fensterbrett vorziehen, bevor sie an die Sonne können.

10. Jetzt nehme ich mir die Kräuter und Zierpflanzen vor und bereite sie auf die Frühlings- und Sommerzeit vor. Ich brauche genau wie die Pflanzen Geduld.

Fast unbezahlbar, wenn Kräuter im Garten angebaut werden und man sich daraus einen imposanten Wintervorrat anlegen kann.

11. Es wird Zeit, dass der Boden trockener wird und es keinen Schnee mehr gibt. Das Unkraut muss aus dem Boden raus, das Moos und der Filz auf dem Rasen genauso. Vielleicht muss auch an die eine oder andere Stelle neuer Rasen gesät werden.

12. Die Rosen müssen behandelt und nach möglichen Keimen oder Bakterien untersucht werden. Auch hier wird Krankes entfernt und zurückgeschnitten.

Wann kommt denn endlich unser Frühling?

Das kann wohl keiner genau vorhersehen. Wie heißt es doch so schön?: Gottes Wege sind unergründlich! Der Klimawandel hat uns selbst in Europa seit mehreren Jahren mächtig eingeholt. Hier im Norden wechseln Regen, Schnee und Frost das Tagesgeschehen, gleichwohl es vor einigen Wochen schon um die 16-18 Grad Celsius gab. In den nächsten Tagen kannst du nur hoffen oder bangen und vor dir hinsingen: Wann kommt denn endlich unser Frühling. Das Einzige, was nach Frühling aussieht, ist das Zwitschern der Vögel, die ihre Brut in den Hecken versteckt haben. Es gibt so viel zu tun, es ist nur die Frage nach dem WANN und was zuerst, wenn es bis in den April hineinragt. Wir dürfen die Hoffnung nur nie aufgeben. Alles kommt zur rechten Zeit, wir werden sehen, was übrig bleibt!

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